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Trauer und Feiertage – wenn die Leere besonders wehtut

Weihnachten, Ostern, Geburtstage: Feiertage ohne einen geliebten Menschen können besonders schwer sein. Impulse, wie Sie die Tage bewusst gestalten können.

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Feiertage haben etwas Eigenartiges: Sie sammeln Erwartungen. Alle um uns herum scheinen froh zu sein, zu feiern, zu essen, zu lachen. Und genau deshalb fühlt sich die Leere, die ein Verstorbener hinterlässt, an diesen Tagen besonders groß an. Der erste Weihnachten ohne Oma. Der erste Geburtstag ohne den Partner. Der erste Muttertag ohne Anruf. Diese Tage brauchen keine Helden – sie brauchen einen bewussten Umgang.

Erlauben Sie sich, die Feiertage anders zu gestalten

Sie müssen nicht so feiern wie früher. Es ist erlaubt, Traditionen zu ändern, auszusetzen oder neu zu erfinden. Manche Familien essen an Heiligabend auswärts, andere zünden eine Kerze an, wieder andere verbringen den Tag bewusst allein. Es gibt keine richtige Version. Es gibt nur die, die Ihnen in diesem Jahr hilft.

Ein Platz für den, der fehlt

Viele Menschen berichten, dass es hilft, den Verstorbenen bewusst einzuladen. Ein leerer Stuhl, eine Kerze, ein Foto, ein Teller, der bleibt, oder ein Satz, der laut gesprochen wird. Solche Gesten sagen: Wir wissen, dass du fehlst. Du bist nicht vergessen. Du gehörst dazu.

Reduzieren Sie Erwartungen

Trauer ist körperlich anstrengend. Feiertage sind es auch. Zusammen können sie überfordern. Reduzieren Sie Verpflichtungen, die Sie nicht tragen wollen. Sie dürfen Nein sagen. Sie dürfen früher gehen. Sie dürfen Tränen zeigen, ohne sich zu entschuldigen.

Sprechen Sie den Namen

Oft wird um den Verstorbenen herumgeschwiegen, weil niemand die Stimmung trüben will. Das Gegenteil ist der Fall: Wenn der Name fällt, darf die Trauer da sein. Und oft ist genau das ein Erleichterung für alle, die im Raum sitzen. „Weißt du noch, wie Papa immer den Weihnachtsbaum kritisiert hat?" – ein solcher Satz kann lachen und weinen zugleich zulassen.

Der Umgang mit Geschenken und Erinnerungen

Wenn Sie früher gemeinsam Geschenke gekauft oder gekocht haben, kann das Fehlen an diesen Stellen besonders schmerzen. Manche Menschen legen die Tradition für ein Jahr ruhen. Andere machen sie in veränderter Form weiter, etwa indem sie etwas an eine gemeinnützige Organisation spenden, die dem Verstorbenen wichtig war. Beides ist okay.

Wenn Sie allein sind

Nicht jeder hat eine Familie, mit der er Feiertage verbringen kann. Wenn Sie allein trauern, ist es besonders wichtig, sich bewusst zu gestalten. Eine Kerze anzünden, einen langen Spaziergang zu machen, einen Brief zu schreiben, eine Freundin anzurufen oder einfach den Tag in Ruhe zu verbringen. Nicht feiern ist auch eine Form der Würde.

Für die, die helfen wollen

Wenn Sie jemanden kennen, der einen Verlust trägt, fragen Sie ihn vor dem Feiertag, wie er den Tag verbringen möchte. Laden Sie ihn ein, ohne zu drängen. Machen Sie ein konkretes Angebot. Und achten Sie darauf, dass Sie nicht Ihre eigene Feierlust auf ihn projizieren. Manche Trauernde wollen dabei sein, andere brauchen Abstand. Beides ist richtig.

Sie stehen gerade selbst vor einem Abschied?

Wenn Sie eine persönliche Trauerfeier oder Begleitung suchen, dürfen Sie sich melden – auch für ein erstes, unverbindliches Kennenlernen. In Ruhe, in Ihrem Tempo, ohne Verpflichtung.

„Abschied, der passt"

Mein Buch bündelt viele dieser Impulse – für alle, die eine Trauerfeier gestalten oder Angehörige begleiten möchten.

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